2013 hielt niemand sein Telefon an ein Kartenlesegerät. Kontaktloses Bezahlen war in Deutschland kein Alltag, sondern eine Behauptung. Genau in diesem Moment baute die Telekom eine Wallet, die all das konnte — mit eigenem SIM-Karten-Standard und einem Secure Element für die Bezahlmethoden.
Der Zustand, den ich vorfand, war der eigentliche Befund. Designs entstanden mit kleinen karierten Zetteln, auf denen Nummern standen. Jedes Bildschirmbild von Hand, jedes Mal neu. Das ist nicht nur mühsam, es ist fehleranfällig: Was nirgends definiert ist, sieht beim dritten Mal anders aus als beim ersten.
Also habe ich ein vollständiges UI-Kit gebaut. Der Designprozess im Scrum-Team wurde glatt — Bausteine statt Handarbeit. Die Zeit, die frei wurde, floss in die Mikro-Interaktionen. Ein Bezahlprodukt ist heikel: Wer sein Telefon an ein Terminal hält, will in derselben Sekunde wissen, ob es geklappt hat. Zögert die Oberfläche, zögert das Vertrauen.








