Ein Familienkonto klingt einfach, bis man es baut. Die Idee stand in einer Zeile: Eine Gruppe legt ein Konto an, auf dem alle Mitglieder gemeinsam Vorteile, Punkte und Gutscheine sammeln und einlösen. Kompliziert wird es in dem Moment, in dem mehrere Menschen unterschiedliche Rechte am selben Guthaben haben sollen — wer darf einlösen, wer nur sammeln, wer jemanden hinzufügen.
Dafür schrieb ich das Angebot selbst: drei Phasen, 53 Personentage. Was folgte, war der ganze Weg — Research, Workshop, Wireframes, Klickdummy, technische Spezifikation zur Übergabe.
Fertig wurde es nicht dort. Ich habe Family Account bei der Agentur Red Blue zu Ende gebaut, diesmal wieder tief im Handwerk statt im Management. Und selbst dort zog sich die Managemententscheidung so lange, dass ich das Projekt übergeben musste — ich war inzwischen bei einem anderen Kunden.
Live gegangen ist es trotzdem. Der Funktionsumfang wurde am Ende anders geschnitten als in meinen Entwürfen. Das ist der Normalfall bei langen Entscheidungswegen, und es ändert nichts daran, dass aus dem Konzept ein Produkt wurde.







